Vertragsbedingungen

ALLGEMEINE VERTRAGSBEDINGUNGEN FÜR DEN VERKAUF VON PAUSCHALREISEN.

1) VORBEDINGUNG – ERKLÄRUNG DES BEGRIFFS PAUSCHALREISE

Folgendes vorausgesetzt:

a) Das gesetzesvertretende Dekret Nr. 111 vom 17.3.95 zur Umsetzung der EG-Richtlinie 90/314/CE verfügt zum Schutz der Verbraucher, dass der Veranstalter und Vermittler der Pauschalreisen, an den sich die Verbraucher wenden, über die zum Erbringen ihrer Tätigkeit notwendige Verwaltungsermächtigung (Artikel 3/1, Buchstabe a, gesetzesvertretende Dekret 111/95) verfügen müssen.

b) Der Verbraucher hat Anrecht auf eine Kopie des Verkaufsvertrags der Pauschalreise (laut Artikel 6 des gesetzesvertretenden Dekrets 111/95), der das unerlässliche Dokument darstellt, um bei Bedarf auf den unter Artikel 18 vorliegender Allgemeiner Vertragsbedingungen erwähnten Garantiefonds zurückzugreifen.

Die Definition des Begriffs Pauschalreise (Artikel 2/1 des gesetzesvertretenden Dekrets 111/95) ist die folgende:

Als Pauschalreise gelten Reisen, Urlaubsaufenthalte und Leistungen im Rahmen von Pauschalreisen, die sich aus einer im voraus festgelegten Verbindung zweier der in der Folge angeführten, zu einem Gesamtpreis verkauften oder zum Verkauf angebotenen Dienstleistungen ergeben. Die Leistung muss länger als 24 Stunden dauern oder mindestens eine Übernachtung einschließen:

a) Beförderung;

b) Unterbringung;

c) andere touristische Dienstleistungen, unabhängig von Transport und Unterbringung (… omissis) … , die einen beträchtlichen Teil der “Pauschalreise” ausmachen.

2) GESETZESQUELLEN

Der Kauf-/Verkaufvertrag wird abgesehen von vorliegenden allgemeinen Bedingungen ebenfalls durch die Klauseln des Reisedokuments, das dem Verbraucher übergeben wurde, geregelt. Besagter Vertrag, egal ob er im In- oder im Ausland zu erbringende Leistungen beinhaltet, wird außerdem durch die Verfügungen – sofern zutreffend – des Gesetzes 27/12/1977 Nr. 1084 zur Ratifizierung und Ausführung des am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichneten Internationalen Abkommens zum Reisevertrag (CCV) sowie durch vorgenanntes gesetzesvertretende Dekret 111/95 geregelt.

3) INFORMATIONSPFLICHT – TECHNISCHES INFOBLATT

Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, ein technisches Infoblatt in seinem Katalog oder in seinem Programm außerhalb des Katalogs zu erstellen. Die pflichtmäßig in das technische Infoblatt des Katalogs oder des Programms außerhalb des Katalogs aufzunehmenden Informationen sind:

a) Details der Verwaltungsermächtigung des Veranstalters;

b) Details der Haftpflichtversicherungspolice;

c) Gültigkeitsdauer des Katalogs oder des Programms außerhalb des Katalogs;

d) Richtwechselkurs zum Zweck der Währungsanpassung, Tag oder Wert;

4) BUCHUNGEN

Der Buchungsantrag ist auf einem ausdrücklich vorgesehenen, ggf. elektronischen Vertragsvordruck abzufassen, der vollständig ausgefüllt und vom Kunden unterzeichnet sein muss. Eine Kopie desselben erhält der Kunde. Die Annahme der Buchung mit dem daraus folgenden Vertragsabschluss gilt nur dann als vereinbart, wenn der Veranstalter dem Kunden die entsprechende Bestätigung an das vermittelnde Reisebüro. ggf. auch auf telematischem Weg zukommen lässt.

Der Veranstalter wird die nicht in den Vertragsdokumenten, den Broschüren bzw. in anderen schriftlichen Mitteilungen enthaltenen Informationen zur vorschriftsmäßigen Erfüllung der ihm durch das gesetzesvertretende Dekret 111/95 auferlegten Pflichten rechtzeitig vor der Reise bereitstellen.

5)ZAHLUNGEN

Die Registriergebühr bzw. die individuellen Buchungskosten zur Deckung der Bearbeitungsgebühren sind auf € 25,00 festgelegt.

Die auf 25% des Preises der Pauschalreise festgelegte Anzahlung zuzüglich zur Registriergebühr und der etwaigen Versicherungsgebühr sind bei der Buchung bzw. bei der verbindlichen Antragsstellung zu leisten. Der Restbetrag muss spätestens 15 Kalendertage vor der Abreise entrichtet werden. Die versäumte Zahlung vorgenannter Beträge zu den festgelegten Fristen stellt eine unmittelbare Auflösungsklausel solcher Art dar, dass sie die rechtmäßige Vertragskündigung durch den Reisevermittler und/oder –veranstalter bewirkt.

6) PREIS

Der Preis der Pauschalreise ist im Vertrag festgelegt unter Bezugnahme auf die Angaben im Katalog oder im außerhalb des Katalogs angebotenen Programm sowie auf die etwaig später aktualisierten Versionen der Kataloge oder der außerhalb des Katalogs angebotenen Programme. Preisänderungen sind bis 20 Tage vor der Abreise und nur bedingt durch folgende Variationen zulässig:

- Transportkosten, inkl. des Kraftstoffpreises;

- Abgaben und Gebühren, die für bestimmte touristische Dienstleistungen anfallen, wie Steuern, Landegebühren, Ein- und Ausschiffgebühren in Häfen und Flughäfen;

- Wechselkurse, die für die jeweilige Pauschalreise zur Anwendung kommen.

Richtwerte für besagte Variationen sind die Wechselkurse und die vorgenannten Preise, gültig zum Erscheinungsdatum des Programms laut Katalogangabe bzw. zum Herausgabedatum der etwaigen vorgenannten Aktualisierungen laut dort vermerkter Angabe.

Die Schwankungen wirken sich auf den Preis der Pauschalreise im Ausmaß des ausdrücklich im Katalog oder im außerhalb des Katalogs angebotenen Programm angegeben Prozentanteils aus.

7) RÜCKTRITT DES VERBRAUCHERS

7.1) Rücktritt ohne Einbehalte.

Der Verbraucher ist in folgenden Fällen zum Vertragsrücktritt ohne Einbehalte berechtigt:

a) Erhöhung des unter vorhergehendem Artikel 6 angeführten Preises um mehr als 10%;

b) signifikante Änderung eines oder mehrerer Vertragselemente, die sich aus sachlicher Sicht als grundlegend zur Nutzung der in ihrer Gesamtheit betrachteten und vom Veranstalter angebotenen Pauschalreise bezeichnen lassen, die nach dem Vertragsabschluss aber vor der Abreise eintritt und vom Verbraucher nicht akzeptiert wird.

In vorgenannten Fällen hat der Verbraucher wahlweise folgenden Anspruch:

a) Inanspruchnahme einer alternativen Pauschalreise ohne Preisaufschlag oder mit Rückerstattung des Mehrbetrags, sollte die zweite Pauschalreise weniger kosten als die erste;

b) auf die ausschließliche Rückerstattung des bereits entrichteten Preisanteils. Besagte Rückerstattung hat innerhalb von sieben Werktagen nach Eingang des Vergütungsantrags zu erfolgen.

Der Verbraucher muss seinen Beschluss (Annahme der Änderung oder Rücktritt) spätestens zwei Werktage nach Empfang der die Erhöhung oder Änderung ankündigenden Benachrichtigung mitteilen. In Ermangelung einer termingerechten Mitteilung binnen obiger Frist gilt das vom Veranstalter unterbreitete Angebot als angenommen.

7.2) Rücktritt mit Einbehalten.

Dem Verbraucher, der aus anderen als den im ersten Absatz angeführten Gründen vor der Abreise vom Vertrag zurücktreten sollte, werden – unabhängig von der geleisteten Anzahlung – außer der Registrier- und der etwaigen Versicherungsgebühr folgende Einbehalte berechnet:

* bis 30 Kalendertage vor der Abreise: kein Einbehalt;

* ab 29 bis 15 Kalendertage vor der Abreise: 25% der Teilnahmequote;

* ab 14 bis 8 Kalendertage vor der Abreise: 50% der Teilnahmequote;

* in den 7 Kalendertagen vor der Abreise: 75% der Teilnahmequote;

Keine Rückerstattung steht dem Kunden in folgenden Fällen zu:

1. No-Show bzw. Nichterscheinen am vorgesehenen Ankunftstag ohne vorherige schriftliche Benachrichtigung des Veranstalters,

2. Reise- oder Aufenthaltsunterbrechung,

3. Unmöglichkeit des Reiseantritts aufgrund fehlender oder ungültiger Ausreisepapiere oder jeder anderen zum Zweck des Reiseantritts versäumten Erfüllung.

Die Rücktritte von Geschäftsvorgängen, die mit der Buchung von Beförderungsmitteln im Flug-, Schiffs- oder Bahnlinienverkehr verbunden sind, unterstehen in Bezug auf die Transportleistung den vom jeweiligen Frachtführer vorgesehenen Einbehalten.

Für fertig zusammengestellte Reisegesellschaften werden besagte Beträge von Mal zu Mal bei der Vertragsunterzeichnung vereinbart.

8) ÄNDERUNG ODER AUSFALL DER PAUSCHALREISE VOR DER ABFAHRT

8.1) Änderungen auf Wunsch des Kunden

Die vom Kunden vor der Abreise und nach der Buchungsbestätigung geforderten Änderungen verpflichten den Veranstalter nicht, sollten sie unerfüllbar sein.

In jedem Fall entsteht dem Verbraucher durch die Forderung von Änderungen betreffs des Namensträgers des Geschäftsvorgangs, der Unterbringung und der Verpflegung im Hotel eine bei Reiseausfall nicht erstattbare feste Gebühr in Höhe von € 25,00.

Änderungen in Bezug auf: Hotelwechsel, Abreisedatum, Reduzierung der Teilnehmerzahl, Aufenthaltsdauer werden als Rücktritt des Verbrauchers betrachtet, die unter den Geltungsbereich der in Artikel 7 angeführten Bedingungen fallen.

8.2) Ausfall der Pauschalreise

Sollte der Veranstalter vor der Abreise schriftlich mitteilen, nicht in der Lage zu sein, eine oder mehrere Leistungen im Rahmen der Pauschalreise zu erbringen, und eine Alternativlösung vorschlagen, kann der Verbraucher wahlweise sein Recht geltend machen, entweder den bereits geleisteten Betrag zurück zu erhalten oder die ersatzweise abgebotene Pauschalreise in Anspruch zu nehmen (im Sinne von Absatz 2 und 3 vorhergehenden Artikels 7).

Der Verbraucher kann vorgenannte Rechte auch ausüben, falls der Ausfall der Reise vom Nichterreichen der im Katalog oder im Programm außerhalb des Katalogs vorgesehenen Mindestteilnehmerzahl abhängt.

Der Veranstalter, der die Pauschalreise rückgängig macht, zahlt dem Kunden im Sinne und mit Wirkung von Artikel 1469 bis Nr.5, Codice Civile (Ital. Bürgerliches Gesetzbuch), den doppelten Betrag zurück, als der Kunde tatsächlich bezahlt und der Veranstalter materiell eingezogen hat. Davon sind folgende Fälle ausgenommen:

a) Rücktritt infolge eines der von Artikel 12 und 13 des gesetzesvertretenden Dekrets 111/95 vorgesehenen Umstände, d.h. höhere Gewalt, Zufallsereignis und Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl.

b) Nichtannahme des Verbrauchers der etwaigen Alternativangebote des Veranstalters laut Artikel 13, 1. Absatz des gesetzesvertretenden Dekrets 11/95.

Der Rückerstattungsbetrag wird keinesfalls mehr als doppelt so hoch sein wie die Beträge, die der Verbraucher zum gleichen Datum kraft vorherigen Artikels 7.2 schulden würde, sollte er derjenige sein, der die Reise rückgängig macht.

9) ÄNDERUNGEN NACH DER ABREISE

Sollte der Veranstalter nach der Abreise nicht in der Lage sein, einen wesentlichen Teil der vertraglichen Leistungen aus einem beliebigen Grund zu erbringen, davon ausgenommen das eigene Verschulden des Verbrauchers, muss er Alternativlösungen ohne Preisaufschläge zu Lasten des Vertragspartners bereitstellen und diesem, sollten die erbrachten Leistungen weniger kosten als die vorhergesehen, die entsprechende Differenz rückerstatten.

Sollte sich keine Alternativlösung als möglich erweisen bzw. sollte der Verbraucher die vom Veranstalter bereitgestellte Lösung aus ernsten und berechtigten Gründen ablehnen, wird der Veranstalter ein dem ursprünglich vorgesehenen entsprechendes Beförderungsmittel zur Rückkehr an den Abreiseort oder an einen anderen ggf. vereinbarten Ort im Rahmen der Verfügbarkeit des Mittels und der Plätze bereitstellen und ihm den Preisunterschied zwischen den vorgesehenen und erbrachten Leistungen bis zum Zeitpunkt der vorzeitigen Rückkehr erstatten.

10) ERSETZUNGEN

Der verzichtende Kunde kann sich durch eine andere Person ersetzen lassen, vorausgesetzt:

a) der Veranstalter wurde mindestens 4 Werktage vor dem festgelegten Abreisedatum davon informiert und gleichzeitig über die Personalien des Abtretungsempfängers unterrichtet;

b) die Ersatzperson erfüllt alle Bedingungen zur Inanspruchnahme der Leistung (laut Artikel 10, gesetzesvertretendes Dekret 111/95) und insbesondere die Anforderungen in Bezug auf Reisepass, Visa, Gesundheitsatteste;

c) die Ersatzperson erstattet dem Veranstalter sämtliche zur Veranlassung des Ersatzes getragenen Unkosten in dem ihm vor der Abtretung mitgeteilten Ausmaß.

Abtreter und Abtretungsempfänger haften darüber hinaus gemeinschuldnerisch für die Zahlung des Restbetrags des Preises sowie der Beträge laut Buchstabe c) vorliegenden Artikels.

Im Zusammenhang mit bestimmten Leistungsarten kann vorkommen, dass ein dritter Leistungserbringer die Namensänderung des Abtretungsempfängers, auch falls binnen der Frist laut vorhergehendem Punkt a) erfolgt, ablehnt. Der Veranstalter haftet deshalb nicht für die etwaige Ablehnung der Änderung durch dritte Leistungserbringer.

Der Veranstalter wird besagte Ablehnung den davon betroffenen Personen vor der Abreise unverzüglich mitteilen.

11) PFLICHTEN DER TEILNEHMER

Die Teilnehmer müssen ausgestattet sein mit persönlichem Reisepass oder einem anderen gültigen Ausweis für alle auf der Reisestrecke liegenden Länder, sowie mit den Aufenthalts- und Transitvisa und den ggf. erforderlichen Gesundheitsattesten. Sie müssen außerdem die üblichen Vorsichts- und Sorgfaltsregeln und die spezifischen Regeln, die in den Reisezielländern gelten, einhalten und sämtliche ihnen vom Veranstalter erteilten Informationen sowie die sich auf die Pauschalreise beziehenden Regeln und Verwaltungs- und Rechtsvorschriften beachten. Die Teilnehmer haften für alle Schäden, die der Veranstalter aufgrund ihrer Nichtbeachtung oben auseinandergesetzter Verpflichtungen erleiden sollte.

Der Verbraucher ist verpflichtet, dem Veranstalter sämtliche Dokumente und Elemente in seinem Besitz bereitzustellen, die diesem bei der Ausübung seines Eintrittsrechtes gegenüber Drittverantwortlichen des Schadens hilfreich sind, und haftet gegenüber dem Veranstalter für die Beeinträchtigung des Eintrittsrechtes. Der Verbraucher wird dem Veranstalter darüber hinaus bei der Buchung seine persönlichen Sonderwünsche schriftlich mitteilen, die zum Gegenstand spezifischer Abkommen über die Reisebedingungen werden können, vorausgesetzt dass deren Umsetzung möglich ist.

12)HOTELKLASSIFIZIERUNG

Die offizielle Hotelklassifizierung wird im Katalog oder in anderem Infomaterial ausschließlich auf der Grundlage der ausdrücklichen und formalen Angaben der zuständigen Behörden des Landes, in dem die Leistung erbracht wird, ausgewiesen. In Ermangelung offizieller, von den zuständigen Öffentlichen Behörden auch der EU-Länder, auf die sich die Leistung bezieht, anerkannter Klassifizierungen behält sich der Veranstalter vor, im Katalog oder im Prospekt eine eigenen Beschreibung des Hotels zu liefern, so dass der Verbraucher imstande ist, dieselbe zu bewerten und folglich anzunehmen.

13) HAFTUNGSREGELUNG.

Der Veranstalter haftet für die dem Verbraucher verursachten Schäden infolge der gänzlichen oder teilweisen Nichterfüllung der vertraglich zustehenden Leistungen, egal ob diese von ihm selbst oder von anderen Leistungserbringern erbracht werden, es sei denn, er könne belegen, dass die Nichterfüllung durch Verschulden des Verbrauchers (einschließlich durch dessen Eigeninitiativen während der Pauschalreisen) oder durch nicht am Erbringen der vertraglichen Leistungen beteiligte Umstände, durch Zufallsereignisse, höhere Gewalt bzw. durch Umstände verursacht wurde, die der Veranstalter trotz aller professionellen Sorgfalt unwahrscheinlich voraussehen oder lösen konnte.

Der Vermittler, bei dem die Pauschalreise gebucht wurde, haftet in keinem Fall für die aus der Reiseveranstaltung entstehenden Pflichten, sondern ausschließlich für die aus seiner Vermittlungsfunktion entstehenden Verpflichtungen, allerdings nur beschränkt auf den für besagte Haftungen durch die vorgenannten Gesetze oder Vereinbarungen festgelegten Rahmen.

14) HAFTUNGSGRENZEN

Der vom Veranstalter für Personenschäden geschuldete Entschädigung kann in keinem Fall höher sein als die von den internationalen Abkommen vorgesehenen Entschädigungsbeträge für Leistungen, deren Nichterfüllung die Haftung herbeigeführt hat: und zwar das Warschauer Abkommen 1929 über den internationalen Flugverkehr in der Fassung von Den Haag 1955; das Berner Abkommen (CIV) über den Eisenbahnverkehr; das Brüsseler Abkommen von 1970 (CCV) über Reiseverträge, was jeden Haftungsbestand des Veranstalters angeht. In jedem Fall ist die Schadenersatzleistung auf “2.000 Goldfranken Germinal für Sachschäden” laut Artikel 13 Nr.2, CCV, und 5.000 Goldfranken Germinal für jeden anderen Schaden und für die in Artikel 1783, Codice Civile, festgelegten Schäden beschränkt.

15) BEISTANDSPFLICHT

Der Veranstalter hat die Pflicht, dem Verbraucher die seiner professionellen Sorgfalt entsprechenden Beistandsleistungen ausschließlich im Rahmen der ihm laut Gesetz oder Vertrag auferlegten Pflichten zukommen zu lassen.

Der Veranstalter und der Verkäufer sind von ihrer jeweiligen Haftung befreit (Art. 13 und 14), wenn die versäumte oder unsachgerechte Vertragsausführung dem Verbraucher zuzurechnen ist oder durch unvorhersehbare oder unabwendbare Fremdumstände bzw. Zufallsereignisse oder höhere Gewalt verursacht wurde.

16) BESCHWERDEN UND MELDUNGEN

Laut Art.19 Nr. 2 des gesetzesvertretenden Dekrets 111/95 muss der Verbraucher beim Veranstalter Beschwerde einreichen, um die Nichtentsprechungen und Mängel der Pauschalreise sowie alle Nichterfüllungen bei deren Organisation oder Durchführung zum Zeitpunkt ihres Eintretens zu melden, damit der Veranstalter unverzüglich für Abhilfe sorgen kann. Sollte dies nicht unmittelbar möglich sein, kann der Kunden außerdem Beschwerde einreichen mittels Einschreiben mit Rückschein an den Veranstalter oder Vermittler, und zwar spätestens 10 Werktage nach der Rückkehr an den Abreiseort.

17)VERSICHERUNG GEGEN REISEAUSFALL- UND RÜCKFÜHRUNGSUNKOSTEN

Nyala Wonder Travel ist durch die mit SAI S.p.A. abgeschlossene Police Nr. 70435044.00 .p.A. haftpflichtversichert laut Art. 15 und 16 des gesetzesvertretenden Dekrets 111/95. Falls nicht ausdrücklich im Preis einbegriffen, ist es nicht nur möglich, sondern empfehlenswert bei der Buchung in den Geschäftsräumen des Veranstalters oder des Vermittlers bzw. direkt mit darauf spezialisierten Versicherungsunternehmen besondere Versicherungspolicen gegen die durch den Ausfall der Pauschalreise, durch Unfälle und Gepäck entstehenden Unkosten abzuschließen. Es ist außerdem möglich, einen Servicevertrag zur Deckung der Rückführungs-/Rücktransportkosten bei Unfall und Krankheit abzuschließen.

18) GARANTIEFONDS

Bei der Generaldirektion für Tourismus des Ministeriums für Produktionstätigkeiten ist der Nationale Garantiefonds eingerichtet, an den sich der Verbraucher (laut Artikel 21, gesetzesvertretende Dekret 111/95) im Fall der Zahlungsunfähigkeit oder der Konkurserklärung des Vermittlers oder des Veranstalters zum Schutz folgender Ansprüche wenden kann:

a) Rückerstattung des gezahlten Preises;

b) seine Rückreise im Falle von Auslandsreisen.

Der Fonds muss darüber hinaus sofortige Geldmittel im Falle der zwangsmäßigen Rückreise von Touristen aus Nicht-Eu-Ländern anlässlich von Notzuständen bereitstellen, die dem Verhalten des Veranstalters zu- oder nicht zuzurechen sind.

Die Eingriffsbestimmungen des Fonds sind durch das Dekret des Präsidenten des Ministerrats vom 23.07.99, Nr. 349 Amtsblatt Nr.249 vom 12.10.1999 (laut Artikel 21 Nr.5, gesetzesvertretende Dekret Nr.111/95) festgelegt.

ADDENDUM: ALLGEMEINE VERTRAGSBEDINGUNGEN FÜR DEN VERKAUF VON EINZELNEN TOURISTISCHEN LEISTUNGEN.

A) NORMVORSCHRIFTEN

Da sich Verträge, deren Gegenstand reine Transport-, Aufenthaltsleistungen bzw. alle anderen separaten touristischen Leistungen sind, nicht den rechtsgeschäftlichen Sachverhalt einer Reiseveranstaltung bzw. Pauschalreise beinhalten, werden sie durch folgende Vorschriften des CCV geregelt: Artikel 1, Nr.3 und Nr.6; Artikel 17 bis 23; Art. 24 bis 31, was die von denen des Reiseveranstaltungsvertrags abweichenden Bestimmungen angeht, sowie die anderen davon abweichenden Vereinbarungen, die sich spezifisch auf den Verkauf der einzelnen Vertragsleistung beziehen.

B) VERTRAGSBEDINGUNGEN

Für besagte Verträge kommen außerdem folgende Klauseln der oben angeführten allgemeinen Vertragsbedingungen über den Verkauf von Pauschalreisen zur Anwendung: Artikel 4 1. Absatz; Artikel 5; Artikel 7; Artikel 8; Artikel 9; Artikel 10 1. Absatz; Artikel 11; Artikel 15; Artikel 17.

Die Anwendung besagter Klauseln bewirkt keinesfalls, dass die jeweiligen Verträge den Sachverhalt einer Pauschalreise beinhalten. Die Terminologie besagter Klauseln betreffs des Pauschalreisevertrags (Reiseveranstalter usw.) ist deshalb unter Bezugnahme auf die entsprechenden Figuren des Verkaufsvertrags über einzelne touristische Leistungen aufzufassen (Vermittler, Aufenthalt usw.).

INFORMATIONSPFLICHT IM SINNE VON ARTIKEL 16 deS GESETZES 269/98.

Das italienische Gesetz ahndet mit der Haftstrafe die mit Kinderprostitution und –pornografie verknüpften Straftaten, auch falls im Ausland begangen.